Flughafenhunde erschnüffeln Artenschmuggler
Neuerdings setzt der Zoll am Flughafen Frankfurt am Main Spürhunde nicht mehr nur zum Aufspüren von Drogen oder Sprengstoff sondern auch gegen Artenschmuggler ein. "Insgesamt zwei speziell ausgebildete Hunde unterstützen das Artenschutzteam jetzt", erläutert Roland Gramling, Pressesprecher bei WWF-Deutschland. "Wir haben vor gut einem Jahr dem deutschen Zoll unser Konzept vorgestellte. Damals hätte ich nicht vermutet, dass bereits im Sommer 2008 in Frankfurt Artenschutzspürhunde auf Patrouille gehen", freut sich WWF-Artenschutzexperte Volker Homes.
28.08.2008
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Um der professionell agierenden Arten-Mafia einen Schritt voraus zu sein, entwickelte die Umweltschutzorganisation WWF das Konzept der Artenschutzspürhunde. "Die Hunde haben einfach den besseren Riecher", erklärt Homes. "Sie können selbst Objekte mit geringem Eigengeruch wahrnehmen und sind daher ideal für die schnelle Kontrolle von Gepäckstücken, Postsendungen oder ganzen Containern." Auch für den Hundelehrwart des Hauptzollamts Frankfurt, Dieter Keller, ist das Projekt von besonderer Bedeutung: "Es ist mir ein persönliches Anliegen den Artenschmuggel zu bekämpfen und so zum Überleben bedrohter Tier- und Pflanzenarten beizutragen."
Nach den erfolgreichen Pilotprojekten an den Flughäfen Wien, Nürnberg und Stuttgart, die jeweils seit knapp einem Jahr laufen, hofft der WWF auf einen baldigen Ausbau des Programms auf alle "Einfallstore nach Europa", wie es Gramling nennt. "Vorbild für unser Anliegen ist Australien, wo es schon seit vielen Jahren derartige Spürhunde gibt. Doch dort geht es nicht darum, das Ausschmuggeln zu verhindern, sondern darum, dass nichts in das Land reinkommt und das sensible Ökosystem gefährdet", sagt Gramling.







