Deutsche Post auf dem Weg zu einem nachhaltigen Logistikunternehmen

Der Weltmarktführer in der Logistik präsentierte 2006 seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht. Der nun seit kurzem vorliegende zweite Nachhaltigkeitsbericht mit dem Titel „Neue Wege gehen“ beschreibt, welche Fortschritte das Bonner Logistikunternehmen gemacht hat. UmweltDialog hat den Bericht näher analysiert.
21.08.2008
Posttower, Foto: DPWN
Bonn (UD) - Mit der weltweit zunehmenden Arbeitsteilung wächst auch die Logistikbranche. Die Kehrseite des weltumspannenden Handels ist bekannt: Der Transportsektor gehört heute zu den größten Verursachern klimaschädlicher Treibhausgase und ist für rund 14 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich.

Gleichzeitig leidet die Branche unter den in den letzen Monaten rasant gestiegenen Treibstoffkosten. Bei vielen Unternehmen schlagen die Transportkosten schon heute, gleich nach den Ausgaben für Energie und Rohstoffe, als drittstärkster Kostenfaktor zu Buche, wie eine gemeinsame Studie des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) mit dem Beratungsunternehmen Ernst & Young und der Mittelstandsbank IKB ergab. Logistikdienstleister stehen damit auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht heute mehr denn je vor der Herausforderung, Treibstoffverbräuche und damit -kosten zu minimieren.

Die Deutsche Post World Net ist mit beiden Herausforderungen in besonderer Wiese konfrontiert, wie auch der neue Nachhaltigkeitsbericht zeigt. Als Weltmarktführer spielt der Konzern eine maßgebliche Rolle im Welthandel. Gleichzeitig will das Bonner Unternehmen mit seinem Kapitalmarktprogramm „Roadmap to Value“ zum attraktivsten Investment der Branche werden. Das erfordert Disziplin auf der Kostenseite.

Auf dem Weg zum Branchenbesten setzt man bei der Post daher konsequent auf Umweltschutz. "Wir wollen in allen Bereichen, in denen es um die Zukunftsfähigkeit unserer Branche geht, eine führende Position einnehmen. Dazu zählt auch die Nachhaltigkeit", beschreibt Vorstandsvorsitzender Dr. Frank Appel den Ansatz der Deutschen Post World Net. Zentrales Thema in Sachen Nachhaltigkeit ist der globale Klimawandel. „Wir wollen den Transport von Waren klimafreundlicher gestalten“, lautet das erklärte Ziel des Konzerns.


Bereits seit 2004 ist Umweltschutz Teil der Konzernstrategie, und seit gut zwei Jahren gibt es im Unternehmen den „Six-Step-Approach zum Umweltmanagement“: Die bislang erzielten Erfolge können sich sehen lassen. So hat etwa der Einsatz moderner Routenplanung zwischen 2001 und 2006 zu einer Verringerung der gefahrenen Kilometer pro Briefzustellbezirk um rund 14 Prozent geführt. Durch eine bessere Nutzung der Frachtkapazitäten im Lufttransportnetzwerk konnte eine Erhöhung der jährlichen Luftfrachtleistung von 20.000 t ohne zusätzliche Flüge erreicht werden. Auch das Fahrertraining für mehr als 5.000 DHL-Zusteller in Deutschland und rund 33.000 in Europa verlief bislang sehr erfolgreich und führte zu Verbrauchseinsparungen von bis zu 10 Prozent.

Mit seinem aktuellen Klimaprogramm GoGreen, ausführlich vorgestellt im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht, will das in 220 Ländern tätige Unternehmen nun die Anforderungen und Wünsche seiner Top-Kunden aufgreifen und langfristig die Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen reduzieren. Als erstes großes Unternehmen der Logistikbranche legte der Global Player ein messbares Klimaschutzziel fest: Pro verschicktem Brief, pro transportiertem Container und genutztem Quadratmeter Fläche soll der CO2-Ausstoß des Konzerns bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent im Verhältnis zum Vergleichsjahr 2007 gesenkt werden. Bemerkenswert ist, dass man erstmals auch die Emissionen der Subunternehmer einbezieht, sofern es sich um Transporte für den Bonner Logistiker handelt.

Der Nachhaltigkeitsbericht 2008 erläutert detailliert, wie der Logistikkonzern seine Ziele im Klimaschutz erreichen will: Eine moderne und emissionsarme Luft- und Fahrzeugflotte und alternative Antriebskonzepte gehören ebenso zu den Maßnahmen, wie eine klimafreundliche Architektur in den Gebäuden des Unternehmens, Information und Schulung der mehr als 500.000 Mitarbeiter zu umwelt- und klimafreundlichem Verhalten sowie ein umweltfreundliches Produktportfolio. Mit der GoGreen-Initiative will der Konzern außerdem seine Innovationsführerschaft in der Logistikbranche bekräftigt wissen.

Als weitere Eckpfeiler seiner Nachhaltigkeitsstrategie sieht der Konzern die Bereiche Mitarbeiter und soziale Verantwortung. Der sechstgrößte Arbeitsgeber der Welt will für seine Mitarbeiter als Arbeitgeber erste Wahl sein. "Die Zufriedenheit, Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter gehört zu unseren obersten Zielen", erklärt Personalvorstand Walter Scheurle. Ein weiteres wichtiges Anliegen des Konzerns ist es, mit seinem eng gespannten Logistiknetzwerk Menschen in Not zu helfen. Im Mittelpunkt steht dabei die strategische Partnerschaft mit den Vereinten Nationen. Der Schwerpunkt dieses humanitären Engagements liegt auf Katastrophenhilfe und -prävention sowie auf Programmen zur Senkung der Kindersterblichkeit.

Dass man bei der Deutschen Post auf dem richtigen Weg ist, bestätigen die durchweg guten bis sehr guten Bewertungen durch internationale Rating-Agenturen.


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