Wasser in Deutschland am teuersten
Obwohl Wasser in Deutschland so viel wie in keinem anderen Land der Welt kostet, müssen Verbraucher in naher Zukunft keine weiteren Preiserhöhungen fürchten. Einer heute, Montag, von der international tätigen Beratungsgesellschaft NUS Consulting vorgestellten Marktanalyse nach werden für die nächsten zwölf Monate "keine wesentlichen Änderungen der Wasserpreise" prognostiziert.
26.08.2008
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Obwohl sich die Preissituation für Wasser in der Bundesrepublik derzeit als konstant darstellt, zeigt der internationale Vergleich hingegen einen anderen Trend. So liegt die Teuerungsrate in Belgien bereits bei 13,2 Prozent. Das von Dürre und Wasserarmut geplagte Australien kommt sogar auf einen Wasserpreisanstieg von 18,5 Prozent. Wird der Zeitraum ab 2003 betrachtet, fällt der Trend bei den Wasserpreisen ähnlich aus. Für Deutschland ergibt sich demnach ein Plus von 4,4 Prozent, während in Belgien die Preise im gleichen Zeitraum um 79,9 Prozent und in Australien sogar um 86,4 Prozent angestiegen sind. Die aktuelle Situation schlägt sich für gewerbliche Kunden mit einer Abnahmemenge von 10.000 Kubikmeter pro Jahr in Deutschland mit 1,91 Euro netto zu Buche. Belgien bietet die gleiche Wassermenge für 1,85 Euro, Frankreich für 1,27 Euro, Australien für 1,05 Euro und die USA sogar für nur 47 Eurocent an.
Zwar seien diese umgerechneten Werte durch Wechselkursschwankungen beeinflusst, an den Preisdifferenzen von Land zu Land ändere dies jedoch nichts, verdeutlichen die NUS-Insider. Den Hauptgrund für den hierzulande nach wie vor hohen Wasserpreis sehen die Experten vor allem darin begründet, dass die Wassereinnahmen zu unterschiedlichen Zwecken verwendet werden. "In Deutschland werden die Einnahmen im Gegensatz zu Großbritannien als Geldquelle für andere Aufgaben genutzt. Da die Wasserpreise von den Gemeinden selbst festgelegt werden, dienen diese häufig der Subventionierung örtlicher Projekte, die sonst mit Steuergeldern bezahlt werden müssten", unterstreicht Bardt im Gespräch mit pressetext. Laut dem Fachmann werde in der Bundesrepublik ein Großteil der Einnahmen für den Betrieb und die Instandhaltung der bereits bestehenden Anlagen verwendet. Als Fixkostenbestandteil sei darin auch die Aufbereitung inkludiert.







