WFC warnt G8 vor Rückfall ins Atomzeitalter

Das World Future Council (WFC) hat die Staatschefs der G8-Länder eindringlich vor einem Rückfall ins Atomzeitalter gewarnt. Zwar zwinge der steigende Ölpreis die Teilnehmer zu schnellem Handeln, der erneute Ausbau der Kernkraft sei allerdings keine Lösung. Deswegen fordert das WFC neben der massiven Förderung erneuerbarer Energien weitere Anreize zur größeren Effizienz bei Produktion, Verteilung und Verbrauch von Energie.
09.07.2008
Foto: Marion Book
Hamburg (UD) - Für seine Warnung fand WFC-Gründer Jakob von Uexküll in Hamburg deutliche Worte: "Die Staatschefs der G8-Staaten erwecken offenbar gezielt den Eindruck, als gäbe es bei der Lösung der weltweiten Energiekrise nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Dabei ist die Kernenergie als Maßnahme gegen den Klimawandel völlig untauglich", erklärte von Uexküll.

Atomtechnologie sei erwiesenermaßen nicht sicher und weltweit gebe es keine Lösung für den entstehenden Atommüll. Hinzu käme der weltweit zunehmende Mangel von Kühlwasser, der die Stromlieferung von Atomkraftwerken sehr unsicher mache.

Stattdessen sollten sich die Politiker der G8-Staaten voll auf die Erschließung der  weltweit überall vorhandenen Erneuerbaren Energien konzentrieren. "Wir brauchen einen internationalen Pakt für Erneuerbare Energien", forderte von Uexküll. "Und dazu brauchen wir den politischen Willen."

Hintergrund der Diskussion in Japan sind die drastisch steigenden  Rohstoff-Preise und der sich rasant verschärfende Klimawandel als Folge der durch die Verbrennung von Öl und Kohle entstehenden CO2-Emissionen.


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