Artenvielfalt

Flughafenhunde erschnüffeln Artenschmuggler

Neuerdings setzt der Zoll am Flughafen Frankfurt am Main Spürhunde nicht mehr nur zum Aufspüren von Drogen oder Sprengstoff sondern auch gegen Artenschmuggler ein. "Insgesamt zwei speziell ausgebildete Hunde unterstützen das Artenschutzteam jetzt", erläutert Roland Gramling, Pressesprecher bei WWF-Deutschland. "Wir haben vor gut einem Jahr dem deutschen Zoll unser Konzept vorgestellte. Damals hätte ich nicht vermutet, dass bereits im Sommer 2008 in Frankfurt Artenschutzspürhunde auf Patrouille gehen", freut sich WWF-Artenschutzexperte Volker Homes.

Jede fünfte Pflanze vom Klimawandel bedroht

Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben in einer nun veröffentlichten Studie im Fachmagazin Biology Letters die Folgen des Klimawandels auf die Flora Deutschlands untersucht. Demnach könnte bis 2080 jede fünfte Pflanzenart Teile ihres heutigen Verbreitungsgebietes verlieren. Als Folge des Klimawandels werden die Vorkommen der Arten neu verteilt. Für manche Pflanzen sieht die Zukunft alles andere als rosig aus.

Nachhaltige Garnelen-Produktion schützt Mangrovenwälder

In den letzten fünf Jahren hat sich der Import von Garnelen nach Deutschland verdoppelt. Allein 2007 wurden 31 % mehr eingeführt als im Vorjahr. Das bleibt nicht ohne Folgen für die Umwelt: "Die Mangrovenwälder an den Küsten des indischen Ozeans werden zerstört. Ein Viertel ging in den letzten 20 Jahren durch menschlichen Einfluss verloren", erläutert Friedrich Esser, Geschäftsführer der Firma International Fish Farming Technology (IFFT). Mit der Firma Sander Aquarientechnik will IFFT nun eine umweltschonende Setzlingszucht der Black-Tiger-Garnele aufbauen und sie in die natürlichen Zuchtgebiete zurückführen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hilft mit knapp 280.000 Euro.

Menschliche Landnutzung lässt Ökosystemen keinen Platz mehr

Mehr als zehn Mio. Bildpunkte der Erdoberfläche hat das Forscherteam um Helmut Haberl vom Institute of Social Ecology der Alpen Adria Universität Klagenfurt ausgewertet. Die Forscher sind auf der Suche nach Spuren, wie die menschliche Landnutzung die Ökosysteme beeinflusst.

Zimbabwe: Hungersnot bedroht auch Wildtiere

Die verheerende wirtschaftliche Lage, in der sich die einstige Kornkammer Afrikas nach 28 Jahren unter dem Regime des Diktators Robert Mugabe befindet, wirkt sich auch drastisch auf den Wildbestand aus. Speziell auf dem Land hungern die Menschen. In ihrer Armut, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit und bei einer Arbeitslosenrate von mehr als 80 Prozent bleibt ihnen oft nichts anderes übrig, als ihren Hunger mit Fleisch von illegal erlegten Wildtieren zu stillen.

China darf Elfenbein kaufen

China darf Elfenbein aus Afrika kaufen. Das beschloss gestern Nachmittag der ständige Ausschuss der Artenschutzkonvention CITES (Convention on International Trade in Endangered Species oder Washingtoner Artenschutzübereinkommen) mit Zustimmung Deutschlands und der EU.

Zuckerrohranbau gefährdet Kenias Tierarten

Im kenianischen Tana River Delta sollen nach Vorstellungen der dortigen Regierung 20.000 Hektar Waldfläche dem Anbau von Zuckerrohr zum Opfer fallen. Dies entspricht etwa der Fläche von Stuttgart. "Das Programm wird Tausende neue Jobs schaffen und unser Land wirtschaftlich voranbringen", heißt es vonseiten der kenianischen Regierung. Umweltschützer sprechen hingegen von ökologischem Wahnsinn. "Für viele Tierarten ist das Abholzen der Wälder das Todesurteil", erklärt Greenpeace-Klimaexperte Jurrien Westerhof.

Fischerei vor Kollaps

Trotz internationaler Warnungen vieler Experten, geht der Raubbau in den Ozeanen der Welt weiter. Regierungen ignorieren das Problem in vielen Fällen. In einer nun bei BBC-Online erschienenen Studie, bedroht die immer größere Menge an Beifängen die Fauna der Weltmeere. Bei der Jagd auf manche Fischarten werden sogar 80 Prozent der gefangenen Fische als Beifänge tot ins Meer geworfen.

Größe entscheidend: Kieler Forscher zeigen Weg zu nachhaltiger Fischerei

Der Druck auf Fischbestände wäre bis zu siebenfach geringer, wenn die Fischerei sich auf das Fangen erwachsener Tiere beschränken würde. So lautet die Schlüsselbotschaft einer neuen Studie unter Federführung des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel. Die europäische Fischerei könnte von diesen Erkenntnissen erheblich profitieren, wenn sie die Fische in einer Lebensphase fängt, in der Wachstumsrate und Biomasse das Maximum erreicht hat. Erst dann ist der Fortbestand der Population dauerhaft gesichert und eine Fischerei ökologisch verträglich und ökonomisch sinnvoll. Die internationale Studie ist in der Fachzeitschrift "Fisheries Research" erschienen.

Chinesische Tierparks verhökern Tigerprodukte

Naturschützer der Environmental Investigation Agency (EIA) berichten, dass Mitarbeiter zweier Tierparks in China sogenannten Tigerwein angeboten hätten, der aus den pulverisierten Knochen der bedrohten Spezies und Reiswein hergestellt wird. Obwohl der Handel von solchen Produkten seit den 1980er Jahren international untersagt und auch seit 1989 in China verboten ist, wird der Tigerwein in manchen Tierparks dennoch offen beworben und zum Kauf angeboten. Der Wein gilt in der traditionellen chinesischen Medizin als hochwirksames "Heilwasser" gegen Leiden wie Arthritis und Rheuma.


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