Energie

Biodiesel aus Jatropha

Unabhängigkeit von Rohölimporten, Kampf gegen den Klimawandel und Schutz der Umwelt – Die Suche nach alternativen Energiequellen zählt zu den wichtigsten Herausforderungen, die die Entwicklungen der kommenden Jahre und Jahrzehnte nachhaltig beeinflussen werden. Viele Industrieunternehmen, aber auch die Gesetzgebung haben ihre Strategien längst darauf ausgerichtet. Unter vielen umstrittenen oder noch in der Entwicklung befindlichen Energiequellen hat sich eine längst etabliert: Biodiesel.

Revolutioniert das MIT die Solarbranche?

Wissenschaftler am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine Möglichkeit gefunden, günstig Solarstrom zwischenzuspeichern. Die Lösung setzt darauf, mit einem neu entwickelten umweltfreundlichen Katalysten Sauerstoff aus Wasser zu gewinnen. Dieser wird gemeinsam mit Wasserstoff bei Bedarf in einer Brennstoffzelle zu Wasser rekombiniert, um Energie freizusetzen. Das kann nach Ansicht der Forscher die Photovoltaik revolutionieren, da es ein sinnvolles Überbrücken sonnenloser Phasen in der Energieversorgung ermöglicht.

E.ON weiht größte Bioerdgas-Anlage in Europa ein

Der Stromkonzern E.ON setzt das Wachstum bei den Erneuerbaren Energien weiter fort. Wie das Unternehmen mitteilte wurde jetzt zusammen mit der Schmack AG die europaweit größte Anlage zur Herstellung von Bioerdgas im oberpfälzischen Schwandorf eingeweiht. Bereits seit Beginn des Jahres wird dort aus regionalen Rohstoffen Biogas erzeugt und in das Erdgasnetz der E.ON Bayern eingespeist.

Deutlicher Trend zu "Green Buildings"

Die steigenden Energiekosten und die natürliche Begrenztheit von Ressourcen haben das Bewusstsein für ressourcensparendes und umweltfreundliches Bauen geschärft. Effizientes Bauen als Wirtschaftsfaktor ist ein vergleichsweise neues Konzept, das aber in den vergangenen zehn Jahren viel Aufmerksamkeit und Anerkennung erfahren hat. Zu diesem Schluss kommt auch die jüngste Studie des Marktforschungsinstituts Frost & Sullivan.

Energiesystem ist ineffizient und CO2-intensiv

"Unser Energiesystem ist ineffizient und CO2-intensiv, das Verhältnis zwischen investierter Primär- und erbrachter Endenergie ist schlecht", erklärt Helmut Hojesky, Energieexperte aus dem Wiener Lebensministerium. "Solange etwa Kohlekraftwerke 60 Prozent Verluste haben, Verbrennungsmotoren einen Wirkungsgrad von knapp 30 Prozent aufweisen und Glühbirnen zu 90 Prozent Wärme produzieren, besteht ein großes Effizienzpotenzial," meint der Experte im Hinblick auf die neuen Herausforderungen für die Klima- und Energiepolitik in Europa.

Energieeffizienz ereicht Städtebau

Angesichts explodierender Energiepreise gewinnen innovative und ökologische Architekturlösungen zur effizienten Energienutzung massiv an Bedeutung. Laut einer Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen verursachen Gebäude rund 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs und damit mehr als Verkehr oder Industrie. "Allein in Deutschland sind zurzeit 70 Prozent der Gebäude nicht energieeffizient", so der Architekt Albert Speer im Rahmen der Vortragsreihe "Köpfe dieser Zeit" der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW).

OECD: Biotreibstoffe sparen kaum CO2 ein

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat in einer jetzt präsentierten Studie den geförderten Biotreibstoffen in der EU, den USA und Kanada kein gutes Zeugnis ausgestellt. Zum Einen sparen diese Treibstoffe nur knapp 0,8 Prozent CO2 bis 2015 ein, zum Anderen verursachen sie aber für Verbraucher und Steuerzahler jährlich Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe.

Schottische Energiewirtschaft wächst

Die schottische Regierung plant, bis 2011 bereits 31 Prozent des Stroms aus nachhaltigen Quellen zu generieren, bis 2020 sollen es gar 50 Prozent sein. Es ist das Ziel der Europäischen Union, den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergiehaushalt bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent auszubauen. In Schottland werden bereits heute mehr als 20 Prozent des elektrischen Stroms aus nachhaltigen Quellen gewonnen, davon circa 11 Prozent durch Wasserkraft und circa 10 Prozent durch Windkraft.

Ökostrom-Anbieter schummelt mit Atomenergie

Der Hamburger Ökostromanbieter LichtBlick beliefert seine Kunden entgegen eigener Angaben auch mit Atom- und Kohlestrom. Wie die Financial Times Deutschland unter Berufung auf Einkäufe des Konzerns an der Leipziger Strombörse European Energy Exchange berichtet, soll man dort gleich mehrfach Nicht-Ökostrom eingekauft haben.

Sonnen-Bündelung verspricht Billig-Solarstrom

Das kalifornische Start-up Sunrgi will die Solarenergiebranche aufmischen. Mit dem Photovoltaik-System "Xtreme Concentrated Photovoltaics" (XCPV) soll Solarstrom zu Kosten produziert werden, die mit jenen bei der Erzeugung aus fossilen Brennstoffen mithalten können. Um das zu erreichen, wird Sonnenlicht auf ein vielfaches der normalen Intensität gebündelt und dann in sehr effizienten Solarzellen umgewandelt. Nach Angaben des Unternehmens sei XCPV für die günstige Massenproduktion geeignet und soll im nächsten Jahr kommerziell verfügbar werden.


Alle Artikel dieses Ressorts im Archiv ansehen...
Copyright © Verlag UmweltDialog 2002-2008