Artenvielfalt

Ausverkauf der Elefanten

Erstmalig seit fast zehn Jahren ist Elfenbein aus Lagerbeständen von vier afrikanischen Ländern verkauft worden. Ende Oktober sowie Anfang November versteigerten Namibia, Botswana, Zimbabwe und Südafrika ihr „weißes Gold“ an Interessenten aus den anerkannten Bieterländern Japan und China.

Erste Zwischenbilanz des Census of Marine Life

Acht Jahre nach dem Start des Projekts Census of Marine Life - einem globalen Meereserforschungsprogramm - verläuft die erste Zwischenbilanz sehr positiv, berichten die Forscher. Der Zwischenbericht wird anlässlich des vierten Treffens der mehr als 2.000 beteiligten Forscher aus 82 Ländern bei der Weltkonferenz über die Marine Biodiversität in Valencia präsentiert.

Schwacher Trost für den Hering

Der WWF kritisiert die jetzt in Luxemburg beschlossenen Fangquoten für den Ostsee-Hering. "Europas Fischereiminister riskieren die Zukunft des Herings und damit die Zukunft vieler Fischer. Sie ignorieren zum wiederholten Male die Empfehlungen der Wissenschaft zugunsten kurzfristiger wirtschaftlicher Interessen", so WWF-Expertin Karoline Schacht. Die beschlossene Kürzung der Fangquote um 39 Prozent sei zwar ohne Zweifel eine "verdammt bittere Pille für die Fischer", reiche aber trotzdem nicht aus, um für eine Erholung des Herings zu sorgen.

Sichere Schutzgebiete für Wale gefordert

Die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS stellte Ihre globale Kampagne zur Einrichtung von zwölf Meeresschutzgebieten für Wale und Delfine bis zum Jahr 2012 vor. Unter dem Motto "We Sail For The Whale" haben die Walschützer in Team Russia, dem einzigen privat finanzierten Segelteam am Start, einen Partner gefunden, der ihre Botschaft mit um die Welt nimmt.

Brände erneuern Afrikas Savannen

Natürliche und künstlich gelegte Grasfeuer haben eine größere Bedeutung für das Ökosystem in der afrikanischen Savanne als bisher angenommen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Helmholtz Zentrums für Umweltforschung in Leipzig (UFZ). "Wir konnten jetzt erstmalig wissenschaftlich den komplexen Zusammenhang zwischen Feuer, Konkurrenz der Gräser, Feuchtigkeit und Samenbildung nachweisen", erläutert Volker Grimm vom UFZ. Dadurch, dass in dem untersuchten Gebiet nur 380 Millimeter Regen pro Jahr fallen (Vergleich: Berlin 581 Millimeter), vertrocknen Pflanzen dort nach und nach. Jedoch sind die Gräser die Nahrungsgrundlage für die Pflanzenfresser der Region, zu denen vor allem Antilopenarten gehören.

Bundeskabinett beschließt Meeresstrategie

Das Bundeskabinett hat auf Vorschlag von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die Nationale Strategie für die nachhaltige Nutzung und den Schutz der Meere verabschiedet. „Ich bin froh, dass wir uns bei der Nationalen Meeresstrategie im Ressortkreis auf ehrgeizige Ziele verständigen konnten. Jetzt ist entscheidend, dass der Schutz der Meeresumwelt in allen Politikfeldern als zentraler Bestandteil einer nachhaltigen Politik begriffen wird – auch dann, wenn es zu Konflikten beispielsweise mit den Interessen der Fischerei kommt“, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Lebensraum Ölpalmplantage? Kein Ersatz für Regenwald - Artenvielfalt in Südostasien ist bedroht

Ölpalmplantagen sind kein Ersatz für tropischen Regenwald als Lebensraum. Das belegt eine aktuelle Studie, die als Titelthema in der neuen Oktoberausgabe der Fachzeitschrift "Trends in Ecology und Evolution" veröffentlich wird. Der Appell der internationalen Forschergruppe an die zuständigen Regierungen in Südostasien: Schnell handeln, um den verbleibenden tropischen Regenwald zu schützen und somit die für die Region typische Artenvielfalt erhalten zu können.

Insekten bringen 153 Mrd. Euro Nutzen

Ein französisch-deutsches Forscherteam hat erstmals den Wert von Bestäuberinsekten wie etwa Bienen für die Nahrungsmittelherstellung berechnet. Der Studie zufolge hat der ökonomische Nutzen durch diese Tiere im Jahre 2005 rund 153 Mrd. Euro betragen. "Die Summe entspricht knapp einem Zehntel des Gesamtwertes der Weltnahrungsmittelproduktion", meint Studienautor Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ). Die Studie über die ökonomische Verwundbarkeit der Weltagrarproduktion durch den Rückgang von Bestäubern ist im Fachmagazin Ecological Economics erschienen.

Altlasten aus 2. Weltkrieg bedrohen Meere

Die Auswirkungen des 2. Weltkriegs sind in der Lagune der mikronesischen Insel Chuuk seit einigen Wochen deutlich spürbar. Aus dem vor mehr als 60 Jahren versenkten Tankschiff Hoyo Maru fließt ständig Öl. Vor knapp zwei Monaten war der dadurch entstandene Ölfilm bereits fünf Kilometer lang. Doch das ist für die Einwohner des kleinen Inselchens nicht das einzige Problem, denn insgesamt liegen um das Eiland 52 Wracks - und niemand weiß, wie viel Öl sich in diesen befindet, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe.

Flughafenhunde erschnüffeln Artenschmuggler

Neuerdings setzt der Zoll am Flughafen Frankfurt am Main Spürhunde nicht mehr nur zum Aufspüren von Drogen oder Sprengstoff sondern auch gegen Artenschmuggler ein. "Insgesamt zwei speziell ausgebildete Hunde unterstützen das Artenschutzteam jetzt", erläutert Roland Gramling, Pressesprecher bei WWF-Deutschland. "Wir haben vor gut einem Jahr dem deutschen Zoll unser Konzept vorgestellte. Damals hätte ich nicht vermutet, dass bereits im Sommer 2008 in Frankfurt Artenschutzspürhunde auf Patrouille gehen", freut sich WWF-Artenschutzexperte Volker Homes.


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