Energie

Mobilfunk: Solarstrom vor Durchbruch

Die Nutzung von Solarstrom für Mobilfunksendeanlagen steht vor dem Durchbruch, so das Marktforschungsunternehmen ABI Research. Ende 2013 werden über 300.000 Basisstationen zumindest teilweise mit Sonnenenergie betrieben, prognostiziert ABI in der Studie "Mobile Networks Go Green". Möglich machen das technologische Fortschritte bei Energieverbrauch und -versorgung. Vorantreiben wird diese Entwicklung die Expansion der Netzwerke in Schwellenländern, wo die Sonne eine relativ zuverlässige Energiequelle ist. Das macht Solarstrom attraktiver als Windenergie, die sich entsprechend langsamer durchsetzen dürfte.

Ölpreis bremst alternative Energien aus

Der rapide und zugleich tiefe Preisverfall von Erdöl erweist sich als zweischneidiges Schwert. Einerseits rechnet die Wirtschaft mit einer höheren Kaufkraft der Konsumenten aufgrund der Entlastung der Verbraucher. Autofahrer freuen sich über fallende Spritkosten und die Automobilindustrie hofft auf eine Erholung und die Abwendung des drohenden Kollapses. Der auf einem 17-Monatstief angelangte Ölpreis verhindert aber notwendige Investitionen in alternative Energien, was langfristig nicht nur neue Rekordpreise fossiler Ressourcen bedeutet. Irreparable Klima- und Umweltschäden könnten die Allgemeinheit schlussendlich noch bedeutend teurer zu stehen kommen.

Briten bündeln Offshore-Wissen zur Kostensenkung

RWE Innogy beteiligt sich an der britischen Initiative „Offshore Wind Accelerator“ (OWA), die jetzt vom britischen Carbon Trust ins Leben gerufen wurde. Der Carbon Trust ist ein von der britischen Regierung im Jahr 2001 gegründetes, unabhängiges Unternehmen, das die Vermeidung von CO2-Emmissionen, Energieeinsparung und die Entwicklung von klimafreundlicher Technologie zum Ziel hat. Zu diesem Zweck arbeitet Carbon Trust mit Unternehmen und staatlichen Stellen zusammen.

Italien: Neues Mekka der Solarbranche

Ausgerechnet das für politisch eher instabile Verhältnisse bekannte Italien wird zum neuen Mekka der Solarbranche. Die bisher stärksten Konkurrenzmärkte mit Ausnahme von Weltmarktführer Deutschland, Spanien und die USA, haben die bevorstehende langsamere Entwicklung eigenen Versäumnissen zuzuschreiben. Zwar würden in Italien "einheitliche gesetzliche Regelungen oder Vorgaben auf nationaler Ebene zur Zulassung von Solarprojekten fehlen", wie die Rechtsanwältin Svenja Bartels vom Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) zitiert wird. Allerdings erlebe der Markt seit der Reform der Einspeisevergütung im Februar 2007 einen beinahe ungebremsten Boom.

Spanien bremst Wachstum der Solarindustrie

Die spanische Regierung hat die Förderung für photovoltaisch erzeugte Energie neu geregelt. Die Einspeisevergütung für Solarstrom sinkt geringer als bisher erwartet um ca. 30 Prozent auf 34 Cent/kWh bei Dachanlagen und 32 Cent/kWh bei Bodenanlagen. Die maximale Leistung von Dachanlagen ist zukünftig auf 2 MW, die von Bodenanlagen auf 10 MW begrenzt.

RWE mit Mikro-Windenergieanlage

RWE Innogy erwirbt im Rahmen ihrer Venture Capital Aktivitäten für 7,5 Mio. Euro (6 Mio. GBP) eine Minderheitsbeteiligung an Quiet Revolution Ltd., London, einem innovativen Hersteller von Windturbinen. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und den Bau von kleinen Windenergieanlagen spezialisiert. Ihr Hauptprodukt, eine vertikal ausgerichtete Windturbine mit einer Leistung von 6 Kilowatt, eignet sich besonders zur dezentralen Stromversorgung von Neubaugebieten. Sie ist auf Gebäuden oder auch freistehend zu installieren.

USA löst Windkraft-Standort Deutschland von der Spitze ab

Wenngleich der Sektor Windenergie in Deutschland auf üppige Jahre zurückblicken darf und sich einem kontinuierlichen Boom gegenüber sieht, wird der Standort seinen weltweiten Spitzenplatz an die USA abtreten müssen. Wie die HSH Nordbank aufzeigt, kann Deutschland mit dem Ausbautempo der Windenergiekapazitäten in Übersee nicht mehr mithalten. "In spätestens zwei Jahren werden die USA Deutschland bei der installierten Leistung als Spitzenreiter abgelöst haben", so Peter Rieck von der HSH Nordbank. Noch beansprucht Deutschland mit rund 19.500 installierten Windkraftanlagen und einer Leistung von 22.247 Megawatt (MW) die Weltmarktführerschaft unangefochten für sich.

BSH-Chef Gutberlet: Zukunft gehört energieeffizienten Hausgeräten

Zum ersten Mal präsentierte sich in diesem Jahr die Hausgerätebranche auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin. Dabei standen vor allem die Themen Energieeffizienz und Klimaschutz im Mittelpunkt. In seiner Rede anlässlich dieser Premiere forderte Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet, Vorsitzender der Geschäftsführung der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, das Auditorium aus Fachhandel, Politik, Wirtschaft und Medien auf, gemeinsam die Verbraucher stärker für energieeffiziente und ressourcenschonende Hausgeräte zu sensibilisieren. Die vollständige Rede ist ab sofort auf der Homepage von BSH als Videostream zu sehen. Auch der komplette Redetext kann dort heruntergeladen werden.

Siemens und E.ON sehen gemeinsame neue Ära

Siemens Energy und E.ON Climate&Renewables haben eines der bisher umfangreichsten Rahmenabkommen zur Lieferung von Windenergieanlagen unterzeichnet. Die beiden deutschen Großunternehmen einigten sich darauf, dass Siemens 500 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.150 Megawatt (MW) an E.ON für Projekte in den USA und in Europa liefern wird. Die Anlagen sollen in den Jahren 2010 und 2011 errichtet werden. Die beiden Unternehmen etablieren gleichzeitig eine neuartige Form der Zusammenarbeit und leiten eine neue Ära der Kooperation zwischen E.ON und Siemens im Bereich der erneuerbaren Energien ein.

Sahara-Forest-Projekt: Energiegewinnung und Wüstenbegrünung

Große Gewächshäuser, in denen Pflanzen mit entsalztem Meerwasser bewässert werden, und dazu große Solaranlagen, die sauberen Strom herstellen - das klingt wie ein Traum. Ein britisches Team aus Architekten und Technikern will diese Art der Energie- und Landgewinnung nun in trockenen Wüstengebieten Wirklichkeit werden lassen. Das Sahara-Forest-Project soll die Wüste zu einem ertragreichen Garten machen und dazu noch Strom und Süßwasser liefern, berichtet der Guardian in seiner Ausgabe. Die Experten sind auf der Suche nach geeigneten Partnern.


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