Forschung

Licht aus Plastik

Strahlend hell, brillant und flexibel - so soll die Zukunft aussehen: Großflächige Panels oder Folien beleuchten unsere Zimmer anstelle von grellen Glühbirnen oder flackernden Neonröhren. Möglich machen es leuchtende Kunststoffe: Organische Licht emittierende Dioden, kurz OLEDs. OLEDs sind Bauelemente aus ultradünnen organischen Schichten, die beim Anlegen einer Spannung Licht aussenden. Sie gelten als Zukunftstechnologie für Displays und Beleuchtung. Als Flächenstrahler liefern sie ähnlich wie Tageslicht eine diffuse Helligkeit. Weitere Vorteile: Sie lassen sich auf beliebige Flächen aufbringen und brauchen nur wenig Strom.

Umweltzerstörungen schon vor 30.000 Jahren

Das Wissenschaftsmagazin New Scientist ist der Geschichte der Umweltzerstörung des Menschen auf die Spuren gegangen und hat dabei entdeckt, dass die ältesten Schäden an Natur und Umwelt bis vor 30.000 Jahren zurückreichen. Damals waren Menschen bereits in den Ngwenya Hämatit Minen im heutigen Swaziland damit beschäftigt, das Eisenoxid im südlichen Afrika abzubauen. Allerdings verwendeten sie den Blutstein nicht für Werkzeuge, sondern höchstwahrscheinlich nur als Schmuck.

Bionik am Bau - Gebäude kommen in Bewegung

Die Bionik, die sich als interdisziplinäre Wissenschaft Konstruktionsprinzipien der Natur für die Technik zunutze macht, gewinnt derzeit auch in der Architektur immer mehr an Bedeutung. Der Architekt Prof. Stefan Schäfer vom Institut für Massivbau an der TU Darmstadt ist einer der führenden Forscher in diesem neuen Fachgebiet.

Wie messe ich eigentlich die nachhaltige Entwicklung einer Stadt?

Wie misst man eigentlich Nachhaltigkeit innerhalb einer öffentlichen - privaten Partnerschaft zwischen einer Stadt oder Kommune und einem privaten Umweltdienstleister? Wie kann man die nachhaltige Entwicklung, die gemeinsam mit dem privaten Partner erzielt werden soll, kontinuierlich verfolgen? Studenten der Handelshochschule Leipzig (HHL) haben sich innerhalb eines Praxisprojekts gemeinsam mit dem Partner Veolia mit diesen Fragestellungen auseinander gesetzt. Heraus gekommen ist unter anderem ein EDV-Tool zur Messung von Nachhaltigkeit für Städte und Kommunen.

Neue EU Technologieinitiative für Wasserstoff

Vertreter aus Industrie, Forschung und den europäischen Institutionen riefen bei einer Veranstaltung am 14. Oktober in Brüssel, Belgien, die mit 1 Milliarde Euro ausgestattete gemeinsame Technologieinitiative (Joint Technology Initiative, JTI) für Brennstoffzellen und Wasserstoff ins Leben.

Forscher verbessern die Zementherstellung

Was sich im Innern eines Drehrohrofens bei der Herstellung von Zement abspielt, hat kein menschliches Auge je gesehen. Kunststück, denn hier herrschen höllische Temperaturen von 1.400 Grad Celsius und mehr. Trotzdem wollen Forscher aus Krefeld und Aachen in Kooperation mit drei Unternehmen diesen Prozess beeinflussen. Ein neuartiges Automatisierungskonzept soll - bei gleichbleibender Produktqualität - weniger Brennstoffkosten, eine messbare Senkung der Umweltbelastung und eine Erhöhung der Energieeffizienz ermöglichen.

Einsteins Kühlschrank ohne Stromverbrauch

Angelehnt an eine Erfindung von Albert Einstein wollen Wissenschaftler der Universität Oxford nun einen Kühlschrank entwickeln, der ohne Strom und Wartung auskommt. In einem Projekt mit drei Jahren Laufzeit arbeiten die Forscher an Technologien, die umweltfreundliche Kühlung möglich machen sollen. Der Ausgangspunkt ist ein Kühlschrank, den Albert Einstein und Leo Szilard 1930 patentieren ließen. Dieses Kühlsystem funktioniert durch unter Druck stehende Gase und benötigt keine beweglichen Teile und daher auch keine Wartung. Wissenschaftler unter der Leitung von Malcolm McCulloch, Elektroingenieur an der Universität Oxford, haben diese Erfindung nun nachgebaut, berichtet der Guardian.

Neuer Think-Tank der Energiewirtschaft

Das Energiewirtschaftliches Institut (EWI) der Universität Köln wird weiterentwickelt. Hierzu haben die Universität, das Land NRW, E.ON und RWE einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Der Think Tank soll wissenschaftliche Grundlage für die energiepolitische Diskussion stärken.

Europas erste Straßenbrücke aus Kunststoff

Bei Formel-1 Boliden, Flugzeugen oder Roboterarmen sind Faserverbundwerkstoffe mittlerweile etablierte Werkstoffe, und auch im Bausektor beschäftigen sich etliche Forschungs- und Pilotprojekte mit den äußerst leichten und variablen Strukturen. In Friedberg (Hessen)wurde am Freitag, den 25. Juli Europas erste Stahl-GfK-Verbundbrücke fertig gestellt.

Bäume und Äcker

Landwirte bestellen Felder, Forstleute bewirtschaften Wälder. Was bislang als selbstverständlich galt, könnte sich bald ändern. Bäume sollen künftig auch auf Äckern wachsen - mit kurzen Umtriebszeiten und hoher Rentabilität. Die seit Jahren steigende Nachfrage nach Nutzholz für die Säge- und Holzindustrie bzw. als Brennstoff macht "Holzanbau" für Landwirte attraktiv und wirft gleichzeitig neue Fragen auf. Wissenschaftler untersuchen die Bedingungen, die Vor- und Nachteile sowie die verschiedenen Modelle der Plantagenwirtschaft.


Alle Artikel dieses Ressorts im Archiv ansehen...
Copyright © Verlag UmweltDialog 2002-2008