AMP erhält 10 Mio. Dollar von Bill & Melinda Gates Foundation
Die französische Vereinigung für Präventivmedizin (Agence de Médecine Préventive, AMP) hat
Fördermittel in Höhe von 10 Mio. US-Dollar von der Bill & Melinda Gates Foundation erhalten, um die Entwicklung von nationalen Impf-Beratungsausschüssen (National Vaccine Advisory Committee) in
Afrika und Asien zu fördern. Die Ausschüsse werden die nationalen Gesundheitsbehörden bei der Umsetzung Impfstrategien und -Programmen und der Einführung neuer Impfstoffe in Afrika und Asien unterstützen.
06.08.2008
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"Heute gibt es neue Impfungen gegen Meningitis, Lungenentzündung, Durchfallerkrankungen, Gebärmutterhalskrebs und verschiedene Formen der Virusenzephalitis, die bald eingeführt werden könnten. Deshalb ist nationale Fachkompetenz besonders dringend erforderlich", so Philippe Stoeckel, Vorsitzender der AMP. Die Komplexität der Situation könnte durch die Entwicklung von Impfungen gegen Malaria, HIV und andere Erkrankungen, die möglicherweise in den nächsten Jahren zur Verfügung stehen werden, weiter zunehmen. Zwar können diese Impfungen vor einigen Erkrankungen schützten, die weltweit zu den führenden Todesursachen zählen, aber es ist auch möglich, dass diese Impfstoffe teuer sind, neue Ansätze bei der Organisation der Impfung erfordern und um begrenzte Mittel mit anderen wichtigen Aufgaben des öffentlichen Gesundheitswesens konkurrieren. Die GAVI Alliance und der GAVI Fonds (ehemals die Global Alliance for Vaccines and Immunization) haben wichtige Anstrengungen zur Stärkung von Impfprogrammen und zur Einführung neuer Impfstoffe in Entwicklungsländern unternommen. Um nachhaltige Fortschritte zu erzielen, ist es wichtig, dass die einzelnen Länder an ihre speziellen Bedürfnisse angepasste, eigene Impfstrategien entwicklen. Dabei kann die Kompetenz der nationalen Impf-Beratungsausschüsse von entscheidender Bedeutung sein.
Deshalb wird sich die über sieben Jahre laufende Förderung, die an AMP vergeben wurde, um "die Einrichtung von nationalen Prozessen zur Verbesserung der evidenzbasierter Entscheidungsfindung im Bereich Impfung und Gesundheit zu unterstützen", auf die Einrichtung von nationalen Impf-Beratungsausschüssen konzentrieren.
Die AMP überwacht die gesamten Fördermittel und ist hauptverantwortlich für die Umsetzung des Programms in Afrika, während ihr Partner, das International Vaccine Institute (IVI) in Seoul, Korea, für das Programm in Asien zuständig ist. AMP und IVI stellen den neu ins Leben gerufenen Ausschüssen technische Unterstützung und Beratung zur Verfügung, entwickeln und verbessern Instrumente, die den Ausschüssen bei ihrer Arbeit helfen (wie z. B. Standardprotokolle zur Entscheidungsfindung, die von den Ländern angepasst werden, Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort und als Fernstudium sowie eine interaktive Website), fördern Nachhaltigkeit und geben bei der Entwicklung und Verteilung von Produkten und Ressourcen gemachte Erfahrungen weiter, die anderen Ländern dabei helfen, ihre eigenen nationalen Beratungsausschüsse zu entwicklen.
Die Zielländer werden dabei aus den Ländern ausgewählt, die die Bedingungen für eine finanzielle Förderung durch die GAVI Alliance erfüllen. Zu den Auswahlkriterien gehören eine Prüfung der existierenden Kompetenz und starkes lokales Engagement.
Bei der Agence de Médecine Préventive handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation mit Hauptsitz am Institut Pasteur in Paris und Vertretungen in Benin, Burkina Faso, an der Elfenbeinküste und im Senegal. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Präventivmedizin im Gebiet der Vakzinologie und Infektionskrankheiten zu fördern. Die AMP entwickelt Kompetenz und angewandte Forschung in der Vakzinologie und stellt Ausbildungsanbote in Epidemiologie und der Leitung von Programmen zur öffentlichen Gesundheit zur Verfügung. Die AMP organisiert auch neben wissenschaftlichen und technischen Tagungen die Verbreitung von Informationen zu Gesundheit und Vakzinologie.







