IfA 2008: Hausgerätebranche setzt auf Öko-Bewusstsein
Mit über 1.200 Ausstellern aus 63 Ländern ist die Internationale Funkausstellung (IFA) eine der international bedeutendsten Messen für zukunftsweisende Technologien. In diesem Jahr präsentiert sich erstmals auch die Hausgerätebranche in den Berliner Messehallen. Neben möglichst komfortablen Modellen interessieren sich die Verbraucher hier vor allem für umweltverträgliche Produkte – und bestätigen nachhaltig orientierte Hersteller wie Miele damit in ihrer Firmenphilosophie.
01.09.2008
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Hinzu kommt in diesem Jahr, dass erstmals auch führende Unternehmen der Hausgeräte-branche in Berlin vertreten sind. ‚Home Appliances@IFA’ heißt der neue Bereich, und in dieser Bezeichnung spiegelt sich ein Trend wider, der seit neustem mit Vehemenz Einzug in die Küchenstudios hält: die Kombination von Unterhaltungsmedien und Hausgeräten. Letzter Schrei sind derzeit Kühlschränke mit integrierten 17-Zoll-LCD-Fernsehern im 16:9 Format, HD-ready, mit DVB-T-Tuner sowie Touch- oder Fernbedienung. Nebenbei, möchte man sagen, eignet sich das Gerät ganz trefflich zur Aufbewahrung von Lebensmitteln, und der Hersteller versichert, dass es auch ohne Fernstudium an einer technischen Universität zu bedienen ist.
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Abseits solcher technischer Spielereien ist allerdings auch eine Entwicklung auszumachen, die die Hausgerätebranche in den letzten Jahren grundlegend verändert hat: Immer mehr Verbraucher legen mittlerweile Wert auf die Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz von Küchengeräten. „Die politischen und gesellschaftlichen Diskussionen um CO2-Emissionen und Klimaschutz bestimmen derzeit die Konsumententrends“, bestätigt Zinkann. Dr. Eduard Sailer, Geschäftsführer des Bereichs Technik beim Hausgeräte-Hersteller Miele, unterstützt diese Einschätzung. „Die Hausgerätebranche hat das Thema Ökologie entdeckt“, erklärte Sailer beim Pressegespräch am letzten Freitag in Berlin.
Für Miele ist diese Entwicklung eine Bestätigung der langjährigen Firmenphilosophie. „Für uns ist Ökologie und Umweltschutz bereits seit über 30 Jahren nicht nur Thema, sondern Bestandteil unserer Produktentwicklung“, so Sailer. Bereits 1970 habe das Unternehmen damit begonnen, systematisch umweltrelevante Daten zu erfassen, so dass alle Produkte längst auf Ressourcen- und Umweltschonung ausgelegt seien. „Ich möchte betonen: alle Geräte durch die Produktpalette hindurch. Denn auf einzelne Öko-Vorzeige-Modelle verzichten wir“, fügte Sailer hinzu.
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Das beweist ein Blick auf das Produktangebot des Unternehmens: Ausnahmslos alle Wasch- und Geschirrspülautomaten sind in der Energieeffizienzklasse A eingestuft, bei den Kühl- und Gefriergeräten sind es immerhin über 95 Prozent. Diese Bewertung kommt nicht von ungefähr: „Die Verbrauchswerte unserer Hausgeräte konnten nicht erst jetzt angesichts des neuen Öko-Bewusstseins, sondern schon vor Jahren gesenkt werden“, erklärte Sailer in Berlin. „Bei Haushaltswaschautomaten beispielsweise konnte der Wasserverbrauch seit 1990 um 42,4 Prozent, der Stromverbrauch um 29,2 Prozent reduziert werden – dabei wurden Leistung und Nutzen der Geräte im gleichen Zeitraum erhöht“, so Sailer weiter.
Gemäß dieser Philosophie stellt das Unternehmen auf der diesjährigen IfA gleich eine ganze Reihe sparsamer und umweltfreundlicher Produkte vor. Wie zum Beispiel den neuen Wärmepumpentrockner EcoComfort, mit dem der Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Kondenstrocknern der Energieeffizienzklasse B um bis zu 46 Prozent gesenkt werden kann. Das Besondere an dem Gerät ist, dass es die Restwärme der Prozessluft nutzt und somit den benötigten Energieeinsatz zum Trocknen der Wäsche möglichst niedrig hält. Der Wärmetauscher ist zudem wartungsfrei und für eine Lebensdauer von 20 Jahren konzipiert.
Mit neuen Modellen der Serien EcoLine und Allwater präsentiert Miele dazu zwei Waschmaschinen, die im Gegensatz zu herkömmlichen Geräten direkt an die Warmwasserleitung angeschlossen werden können und allein dadurch großes Sparpotenzial aufweisen. Nach Berechnungen des Freiburger Öko-Instituts können durch diese Technik bis zu 43 Prozent an Primärenergie und CO2-Emissionen sowie bis zu 47 Prozent Energiekosten eingespart werden. Zusätzliche Sparmöglichkeiten bietet die EcoLine mit neu entwickelten Programmen, welche die Wäsche bei 20 Grad Celsius oder sogar mit Kaltwasser reinigen. Die Spezialität der Allwater hingegen ist die Reduzierung des Trinkwasserverbrauchs: Neben dem Warmwasseranschluss ist dieses Gerät mit einem zusätzlichen Anschluss für Regen- oder Brunnenwasser ausgestattet. Auf diese Weise kann bis zu 69 Prozent Trinkwasser eingespart werden. Über ein Jahr betrachtet entspricht das einer Wassermenge von bis zu 9.300 Litern, die ausreicht, um zwölf Monate lang täglich zu duschen.
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Im Blickpunkt: Miele |










